Reifen Sommerreifen Winterreifen
Reifen gehören zu den wichtigsten Teilen eines Autos. Wie wichtig sie sein können, sehen die Fomel-1-Fans bei jedem Grand Prix, wo sie über Sieg oder Niederlage mitentscheiden. Autorreifen sind von größter Wichtigkeit für das Fahrverhalten und die Sicherheit eines Fahrzeugs. Der Autofahrer kann beim Reifenkauf zwischen drei verschieden Reifen wählen: dem Sommerreifen, dem Winterreifen oder dem Ganzjahresreifen. Die Ganzjahresreifen sind ein Kompromiss zwischen Sommer- und Winterreifen und leisten nicht ganz so viel wie die Spezialisten für die jeweilige Jahreszeit. Ein Ganzjahresreifen erspart allerdings den ständigen Reifenwechsel.
Sommerreifen und Winterreifen
Autofahrer, die auf die klassischen Sommerreifen und Winterreifen setzen, sollten rechtzeitig vor Winterbeginn vom Sommer- auf den Winterreifen wechseln, um nicht von einem plötzlichen Wintereinbruch überrascht zu werden. In Deutschland sind bei schneeglatten Straßen Winterreifen vorgeschrieben. Ansonsten verhalten sich Sommerreifen auch bei niedrigen Temperaturen, die knapp über dem Gefrierpunkt liegen, beim Bremsen besser als Winterreifen.
Der Reifenluftdruck
In der Regel sind die Reifen mit Luft gefüllt, die auf der einen Seite das Gewicht des Autos trägt und auf der anderen Seite dafür sorgt, dass Unebenheiten auf der Straße durch den Reifen ausgeglichen werden. Es bringt keine Vorteile oder Nachteile, ob sich die Luft in einem Schlauch oder zwischen Reifen und Felge befindet. Viel wichtiger ist es für den Autofahrer, dass er etwa alle 14 Tage den Luftdruck seiner Reifen misst. Die Reifen sollten dabei kalt sein. Bei zu wenig Reifenluftdruck kommt es zu verstärktem Gummiabrieb und der Reifen kann schwer beschädigt werden. In der Bedienungsanleitung und an verschiedenen Stellen des Fahrzeugs ist der richtige Luftdruck in einer Tabelle angegeben. Es schadet nicht, 0,2 bar mehr in die Reifen zu pumpen. Dadurch wird beim Fahren weniger Benzin verbraucht.
Reifenwechsel
Nach den Empfehlungen von ADAC und den Reifenherstellern sollte der Autofahrer etwa alle 15.000 Kilometer seine Reifen von Achse zu Achse wechseln. Der rechte Vorderreifen kommt nach rechts hinten, der linke Vorderreifen nach links hinten und umgekehrt. Als Faustregel gilt, dass die Reifen, die noch das tiefere Profil besitzen, auf der Hinterachse montiert werden sollten. Das gilt auch für Autos mit Frontantrieb.
Das Reifenprofil
Auch wenn ein Reifen noch genügend Profil besitzt, muss er nach einem gewissen Alter durch einen neuen ersetzt werden. Nach acht Jahren kann es zu Materialermüdungen kommen und der Reifen wird porös. Das Alter des Reifens kann der Autofahrer prüfen, indem er sich die so genannte DOT-Nummer an der Außenseite seiner Reifen anschaut. Sie sagt aus, wann der Reifen hergestellt wurde. Die Nummer 0407 verrät beispielsweise, dass der Reifen aus der Produktion der vierten Kalenderwoche des Jahres 2007 stammt.
Bei Neureifen beträgt die Profiltiefe etwa 9mm. Um im Straßenverkehr noch zugelassen zu sein, dürfen die Reifen nicht weniger als 1,6 mm Profiltiefe aufweisen. Wer mit abgefahrenen Reifen von der Polizei aufgehalten wird, bekommt 3 Punkte und eine Geldstrafe. Bei einem Unfall, der mit abgefahrenen Reifen verursacht wurde, kann sich die Versicherung sogar weigern, für den Schaden einzutreten. Um auf der ganz sicheren Seite zu sein, sollten Winterreifen nicht weniger als 4 mm Profiltiefe haben und Sommerreifen nicht weniger als 2 mm, auch wenn laut Gesetz weniger genügen würde. Neue Reifen sollten während der ersten 300 Kilometer schonend eingefahren werden, um ihre maximale Leistung sicherzustellen.
Lagerung der Reifen
Auch bei Lagerung der Reifen muss der Autofahrer einige Dinge beachten. Jeder Reifen bekommt mit einem Wachsstift auf der Innenseite ein Zeichen, damit klar ist, an welcher Stelle er wieder montiert werden muss. VR steht beispielsweise für „Vorne Rechts“. Vor dem Einlagern der Reifen bekommen sie zusätzlich 0,5 bar Luft. Die beste Lagerstelle ist der Keller, da die Autoreifen dunkel, kühl und trocken aufbewahrt werden sollten. Die besten Aufbewahrungsarten für Reifen sind entweder liegend, auf Felgenbäumen oder nebeneinander an Haken an einer Wand.