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Heizölpreise

26 Okt 2008

Die Heizölpreise sind Tagespreise und deshalb ständigen Schwankungen unterworfen. Innerhalb weniger Tage können sich starke Preisänderungen ergeben, daher ist bei niedrigen Heizölpreisen schnelles Handeln erforderlich.

Den Mittelpreis für ganz Deutschland kann man im Internet schnell erfahren, allerdings gibt es regionale Unterschiede. Besonders zwischen Nord und Süd gibt es momentan sehr große Unterschiede. So zahlt man in Hamburg momentan 70,47 EUR für 100 Liter, während man in München 83,20 EUR für die gleiche Menge ausgeben muss. Der Heizöldurchschnittspreis im Bundesgebiet liegt aktuell bei 76,60 EUR.

Im Vergleich zu Juni-08 kann man hier schon eine deutliche Preissenkung bemerken. Denn damals lag der Heizölpreis bei über 95 EUR! Seit Juli allerdings fallen die Preise und die Verbraucher können nur hoffen, dass es noch weitergeht.
Momentan scheinen viele Indikatoren einen weiteren Abwärtstrend anzukündigen. Ein hoher Dollarpreis, wie er jetzt herrscht, versprach schon immer sinkende Ölpreise.
Auch die Veröffentlichung von positiven US-Lagerbestandszahlen ließ den Preis für Heizöl weiter fallen. Sie sind nämlich besser als erwartet ausgefallen. Sogar die Bestände der Destillate, dazu zählen Heizöl und Dieselkraftstoff, sind noch viel größer als Experten erwarteten. Prognosen gingen vorher sogar von einem Abbau aus, doch zum Glück sind diese nicht eingetroffen.

Angebot und Nachfrage bestimmen die Heizölpreise und die Nachfrage ist nicht so hoch wie erwartet. Besonders der Ölbedarf Chinas wächst langsamer als Experten vorrausgesagt haben.
Durch die sinkende Konjunktur und die Angst vor einer drohenden Rezession sinkt allgemein weltweit die Nachfrage. Dadurch haben EIA, IEA und OPEC ihre Nachfrageprognosen nach unten korrigiert.

Mit Spannung kann man das Sondertreffen der Organisation der erdölexportierender Länder (”OPEC” von “Organization of the Petroleum Exporting Countries”) in Wien, das am 24.10.2008 stattfindet. Die OPEC will die Preissenkungen stoppen, indem es die Menge an Rohöl reduziert, die täglich gefördert wird. Allerdings ist nach unklar, wie hoch die Angebotsverkürzung sein wird, doch man vermutet 1 bis 2,5 Millionen Barrel. Außerdem sollen die Förderquoten in Zukunft stärker kontrolliert werden. Doch Experten denken, dass auch durch diese Maßnahme der Preisverfall nicht mehr aufgehalten werden kann. Durch den Rückgang der Nachfrage nach Öl könnte die Wirkung der Fördermengenkürzung verpuffen, außerdem beinhalten die aktuelle Ölpreise schon die künstliche Verknappung. Trotzdem wird diese Ankündigung von den Verbrauchern mit Unmut aufgenommen, denn es könnte trotzdem zu einer Preiserhöhung kommen.

Dennoch kann niemand mehr sicher sagen, wie es weitergeht, Die Ölpreisprognose müssen immer wieder der aktuellen Lage angepasst werden und fallen auch sehr unterschiedlich aus. Trotzdem sollte man weiterhin die Lage beobachten, denn durch einen günstigen Kaufzeitpunkt lässt sich viel Geld sparen.
Wer nicht auf niedrigere Preise spekulieren kann oder will, sollte über die Möglichkeit nachdenken, seinen Tank in zwei Füllungen aufzufüllen.

Doch neben allen Spekulationen kann man sagen:
Das Preisniveau ist so niedrig wie schon seit langem nicht mehr und die Verbraucher können darauf hoffen, dass die Talfahrt des Preises für Heizöl weitergeht, obwohl sicherlich das Treffen des Ölkartells OPEC eine große Rolle in der zukünftigen Heizölpreisentwicklung spielen wird.

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